A.T.U
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18.01.2012
Steuern

Tanktourismus bringt Millionen

Die jüngste Treibstoffpreiserhöhung in Italien und das ebenfalls sehr hohe Preisniveau in Deutschland sorgen dafür, dass vom österreichischen Staat viele zusätzliche Steuermillionen lukriert werden können, ohne dass dabei der Steuerzahler noch mehr belastet wird.

Ein weiterer Nebeneffekt sei die mit dem gesteigerten Treibstoffverkauf einhergehende Sicherung von heimischen Arbeitsplätzen. Auch der Handel profitiere von den Tankkunden, die häufig auch andere Einkäufe in Österreich erledigen. Der Arbeitskreis der Automobilimporteure geht mit diesen Argumenten in einer Aussendung auf die möglichen positiven Auswirkungen des Tanktourismus ein.
Dieses Steuergeschenk funktioniere allerdings nur, solange der Preisvorteil in Österreich bestehen bleibte Die mancherorts zu hörenden Forderungen bezüglich einer Anpassung der steuerlichen Belastung des Dieseltreibstoffs an jenen von Benzin würden der Wirtschaft nachhaltig schaden. Der Steuerausfall müsste zudem vermutlich von österreichischen Autofahrern ausgeglichen werden. Speziell in den Grenzregionen würden die Tanktouristen ausbleiben und auch die in Österreich tankenden Lkw-Fahrer würden durchrollen. Hinzu käme eine weiter verschärfte Wettbewerbssituation für die heimischen Wirtschaftreibenden, die mit dem ständig steigenden Treibstoffpreis ohnedies schon genug zu kämpfen haben.

Zum Tanken nach Österreich – und ist man schon da, wird auch gleich eingekauft

Bild: Jupiterimages Corporation  

Dr. Christian Pesau, Geschäftsführer des Arbeitskreises der Automobilimporteure dazu: "Der Tanktourismus ist ein Wirtschaftsfaktor, von dem Österreich in jeder Hinsicht profitiert. Hier mit unüberlegten Eingriffen insbesondere hinsichtlich einer höheren Besteuerung des Dieseltreibstoffs vorzugehen, würde den heimischen Steuerzahler zusätzlich Geld kosten und das, obwohl gleichzeitig weniger Steuern eingenommen werden. Österreich ist nicht nur ein Tourismus-, sondern auch ein Autoland, und der Tanktourismus ein Produkt dieser beiden Wirtschaftszweige, das es zu erhalten gilt." 

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