24.11.2017
ÖAMTC-Umfrage

Was sich beim Autofahren in 30 Jahren geändert hat

Anlässich von 30 Jahren ÖAMTC-Prüfzentrum in Teesdorf hat der Club 1.000 Führerscheinbesitzer über 50 Jahre befragt, was sich aus deren Sicht in den vergangenen drei Jahrzehnten rund um das Auto verändert hat.

Zentrales Ergebnis: Während man vor 30 Jahren noch dem Grundsatz "Hauptsache, es fährt" folgte, so wird heutzutage vor allem auf Sicherheitsausstattung, Komfort und Assistenzsysteme in den Fahrzeugen Wert gelegt. Gut zu dieser Aussage passt das Angebot des Clubs: "Mit unseren Fahrtechniktrainings leisten wir einen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit, indem wir Lenkern zeigen, wie Assistenzsysteme funktionieren und wie man kritische Situationen erkennen und vermeiden sowie in Extremsituationen reagieren kann", hält ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold fest.

Der ÖAMTC wollte außerdem wissen, welche Neuerungen die Umfrage-Teilnehmer in den vergangenen 30 Jahren beschäftigt haben. 71 % nannten hier die Gurtpflicht, gefolgt von der Einführung des ABS-Systems (62 %), des Airbags (61 %) und der Kindersitzpflicht (57 %). Auch rund um den Autokauf gab es Veränderungen: "Nach wie vor informiert man sich am häufigsten beim Händler, gefolgt von Fachbetrieben und dem Internet. Freunde und Bekannte werden hingegen nicht mehr so oft um Rat gefragt wie früher", so Schmerold.

Fortschritte in der Technik (neben ABS auch ESP hin zu aktuellen Technologien wie Abstandssensoren und Spurhalteassistenten) führten auch dazu, dass Empfehlungen der Fahrtechnik-Experten um 180 Grad geändert werden mussten. Hans Danzinger war von Beginn an als Instruktor dabei und machte diese Entwicklung mit: "Beispielsweise durfte man bei Aquaplaning früher nicht auf die Bremse steigen, um nicht ins Schleudern zu kommen. Dann kamen ABS und elektronische Stabilitätshilfen. Jetzt kann man im Notfall auch bei Aquaplaning voll auf die Bremse treten und das Lenkrad festhalten – den Rest erledigt das Auto."

 

(v.r) ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold und Instruktor Hans Danzinger
Bild: ÖAMTC  

 

Hintergrund

Im Oktober 1987 hat der ÖAMTC in Teesdorf das erste Fahrsicherheitszentrum Österreichs eröffnet. Im selben Jahr verunglückten im Straßenverkehr in Österreich 1.469 Personen. Mit der Einführung von Fahrtechnikzentren und den verpflichtenden Trainings für Fahranfänger im Rahmen der Führerschein-Mehrphasenausbildung ist es laut Club gelungen, die Zahl der tödlich verunglückten jungen Lenker seit 2003 um 71 % zu reduzieren. (ags)

www.oeamtc.at