03.04.2018
Strategie

Verkehrssektor soll CO2-neutral werden

Heute Vormittag hat die österreichische Bundesregierung ihre Klima- und Energiestrategie vorgestellt. "#mission2030" sieht unter anderem vor, dass der Verkehrssektor bis 2050 CO2-neutral sein soll.

Erreicht werden soll dieses Ziel beispielsweise durch eine E-Mobilitätsoffensive. Durch den Ausbau der E-Mobilität könne die österreichische Automobilbranche bis 2030 bis zu 34.000 Arbeitsplätze schaffen und 3,1 Milliarden Euro an Wertschöpfung generieren, rechnet der Entwurf vor. Noch ist allerdings der Anteil von E-Fahrzeugen in Österreich gering. Ihr Anteil an den Pkw-Neuzulassungen liege aktuell bei 2,25 %, im Gesamt-Pkw-Bestand bei 0,39 %.

Im Maßnahmenbündel der Bundesregierung werden unter anderem Schwerpunkte wie E-Nutzfahrzeuge und E-Busse samt der dazugehörigen Infrastruktur gesetzt. Was die Förderungen betrifft, soll das Modell der Kofinanzierung mit der Fahrzeugwirtschaft weiter ausgebaut werden. Auch soll die E-Mobilität auch für Alltagsanwendungen attraktiver gestaltet werden – etwa durch Anpassungen im Wohnrecht (einfachere Bewilligung von E-Ladestationen in Mehrparteienhäusern) oder im Straßenverkehr (Ausnahme von IG-L-Beschränkungen, Ausnahme von Fahrverboten).

Ein weiterer Punkt des Regierungspapiers ist das E-Mobilitätsmanagement, in dessen Rahmen CO2-neutrale bis hin zu emissionsfreien Mobilitätslösungen und Mobilitätsservices realisiert werden könnten. Anreize soll es hier für wichtige Akteure im Verkehrsbereich (etwa Kommunen, Tourismusbetriebe, Unternehmen, Flottenbetreiber, Mobilitätsanbieter, Verbände, etc.) geben. (ags)