19.07.2018
Nokian-Studie

Tipps zur Vermeidung einer Reifenpanne

Ein Reifenschaden ist immer ein unangenehmes Ereignis. Mit einigen Vorkehrungen kann diesem Fall vorgebeugt oder dieser sogar vermieden werden.

Einstiche beispielsweise durch Nägel, Schrauben oder Split sind der häufigste Grund für eine Reifenpanne. In einer aktuellen Studie von Nokian Tyres mit Autofahrern aus Europa wird deutlich, wo Gefahrenquellen liegen und was dagegen getan werden kann. "In der Nähe von Baustellen ist besondere Vorsicht geboten. Dort ist die Gefahr groß, dass scharfe Gegenstände oder Split den Reifen beschädigen. Speziell bei Regen können scharfe Gesteinsbrocken den Reifen beschädigen und in den Stahlgürtel eindringen, da nasser Gummi aufgrund der reduzierten Reibung deutlich schnittempfindlicher ist", sagt Martin Dražik, Produktmanager bei Nokian Tyres.

Bordsteinkanten sind Tabu

Bei der Fahrt über eine Bordsteinkante mit zu niedrigem Luftdruck kann der Reifen im schlimmsten Fall bis zur Felge nachgeben und die Seitenwand zerstört werden. "Wenn der Luftdruck zu niedrig ist, wird der Reifen flexibler und die Seitenwand bei Kontakt mit spitzen oder scharfen Gegenständen dadurch anfälliger für Schäden", erklärt Dražik weiter.

Die Tatsache, dass Reifenschäden durch Einschnitte nicht ungewöhnlich sind, spiegelt sich in den Ergebnissen der Nokian Tyres Studie wider. Etwa 40 % der befragten Fahrer berichteten in fast allen Ländern von ein bis zwei Reifenschäden am eigenen Fahrzeug in den letzten fünf Jahren. In Deutschland sind Reifenpannen am seltensten. Hier gaben 69 %, in den vergangenen fünf Jahren von Reifenschäden verschont geblieben zu sein.


Quelle: Nokian  

 

Tipps zur Vermeidung

Reifenschäden oder deren Folgen lassen sich laut Nokian vor allem durch einen vorausschauenden Fahrstil (keine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer) und regelmäßige Reifendruckkontrollen – oftmals übernehmen das heutzutage Reifenkontrollsysteme (RDKS) – vermeiden. "Der passende Reifendruck ist wichtig, denn wenn dieser etwa um 20 Prozent zu niedrig ist, verkürzt sich die Lebensdauer des Reifens um die Hälfte – eine höchst signifikante Auswirkung. Prinzipiell sollte der Reifenluftdruck bei Winterreifen etwa 0,2 bis 0,3 bar höher als bei Sommerreifen sein. Bei schwerer Beladung des Fahrzeugs muss der Reifendruck ebenfalls erhöht werden. Geschieht dies nicht, wölben sich die Seitenwände nach außen und werden so anfälliger für Beschädigungen", so Dražik.

Kontrolle meist mangelhaft

Laut der Nokian Tyres-Studie kontrollieren die meisten Autofahrer ihren Reifendruck nicht regelmäßig. In Deutschland beispielsweise geben nur 36 Prozent der Befragten an, ihren Reifendruck einmal pro Monat zu kontrollieren. Ähnlich ist es bei Fahrern in anderen europäischen Ländern wie Polen (36 %), Tschechien (28 %), Frankreich (38 %) und Italien (36 %). Autofahrer in Bulgarien (50 %) und Rumänien (42 %) sind in dieser Hinsicht im europäischen Vergleich am sorgfältigsten. Die Studie zeigt auch, dass zumindest ein Viertel der befragten europäischen Autofahrer den Reifendruck vor Beginn einer längeren Autofahrt kontrolliert. (ags)