10.07.2018
Greenstorm-Geschäftsmodell

Tausche E-Bikes gegen Hotelgutscheine

Einen regelrechten E-Bike-Boom im Zuge eines nachhaltigen Geschäftsmodells will das Tiroler Unternehmen Greenstorm auslösen. Es stattet Hotels mit neuen E-Bikes aus und erhält als Gegenleistung leerstehende Zimmer, die als Gutscheine verkauft werden.

Nach der rund sechs Monate dauernden Saison können die Hoteliers die geliehenen E-Bikes wieder retournieren und erhalten neue. Die gebrauchten Räder werden von Greenstorm serviciert und im Anschluss unter anderem dem Fachhandel angeboten. Bereits jetzt zählt das von Greenstorm initiierte Händlernetzwerk zu den größten in Europa.

Die Marktzahlen sprechen für den Trend zur elektrifizierten Fortbewegung auf dem Fahrrad: Laut dem Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster wurden alleine 2017 rund 120.000 E-Bikes in den österreichischen Handel gebracht. Davon entfielen 67.000 Einheiten auf E-Mountainbikes und 53.500 Stück auf E-Citybikes. In Summe war jedes dritte im Vorjahr verkaufte Fahrrad mit einem Elektromotor versehen.

Geschäftsführer Philipp Zimmermann

Foto: Greenstorm  

Dass das Geschäft mit den gebrauchten E-Bikes boomt, bestätigt auch Greenstorm-Geschäftsführer Philipp Zimmermann. Sein Konzept sieht vor, bis zum Jahr 2020 rund 30.000 E-Bikes zu verleihen. Aktuell gibt es bereits 250 Vertragshändler, die gebrauchte Elektroräder für Greenstorm vermarkten. "Pro gebrauchtem E-Bike, das ein Händler für uns verkauft, erhält er ein kostenloses Miet-E-Bike für eine Saison und kann zusätzlich Mieteinnahmen lukrieren. Gleichzeitig tragen wir durch unser Geschäftshandeln aktiv zum Klimaschutz bei", betont Zimmermann. (ags)