02.11.2017
Wiener Parkraumbewirtschaftung

Simmeringer wollen Parkpickerl – allerdings nur im Bezirkszentrum

Während die bezirksweite Parkraumbewirtschaftung in Wien mit Favoriten kürzlich den ersten Flächenbezirk erreicht hat, haben sich nun auch die Bewohner des Zentrums von Simmering für die Einführung eines Parkpickerl ausgesprochen.

Der ÖAMTC tritt nun für ein einheitliches Konzept der Parkraumbewirtschaftung ein. Für den Club sei die Befragung der Bevölkerung durch die Simmeringer Bezirksvorstehung ein Schritt in die richtige Richtung – insbesondere auch die detaillierte Fragestellung, bei der erstmals in Wien auch die generelle Zufriedenheit mit dem Wiener Kurzparkzonenmodell abgefragt worden ist. Das Ergebnis gelte es nun zu akzeptieren, auch wenn die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aufgrund der starren Haltung der Stadt Wien beschränkt gewesen seien.

"Seit Jahren zeigt sich, dass mit der Einführung der Kurzparkzonen das Parkproblem nur verschoben wird. Ist es in einem Bezirk 'gelöst', tritt es im nächsten auf. Es fehlt immer noch an einem ganzheitlichen Konzept", kritisiert ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried. Dabei gebe es in anderen Städten, etwa in Graz, Innsbruck oder auch München und Berlin gute Alternativen zu den unflexiblen "Blauen Zonen". Und auch das 2012 vom ÖAMTC erarbeitete Modell "Faires Parken in Wien" nennt der Club als eine Möglichkeit der Parkraumbewirtschaftung im Sinner aller Beteiligten. "Die Stadt Wien weigert sich jedoch beharrlich, andere Konzepte in Betracht zu ziehen. Und auch von rechtlich bereits bestehenden Möglichkeiten wie Anrainerparkplätzen ohne Kurzparkzone wird bewusst kein Gebrauch gemacht", kritisiert Authried. (ags)

www.wien.gv.at/verkehr/parken/
www.oeamtc.at