23.05.2018
IG-L-Zonen

Ministerin will Ausnahme für E-Autos beim Tempolimit

Um die E-Mobilität in Österreich weiter voranzutreiben, plant Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger Ausnahmen für E-Fahrzeuge bei den Geschwindigkeitsbeschränkungen in IG-L-Zonen (80/100) zu ermöglichen.

Alle E-Autos, die über das grüne Kennzeichen identifizierbar sind, sollen künftig von den Geschwindigkeitsbegrenzungen nach dem IG-Luft ausgenommen werden, plant die Ministerin. In einem nächsten Schritt sollen gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Länder, die für Maßnahmen gemäß IG-Luft zuständig sind, die Möglichkeit haben, Ausnahmen bei der Geschwindigkeitsbeschränkung umzusetzen. Diese Ausnahme könne laut Köstinger im Idealfall schon Anfang 2019 in Kraft treten. Derzeit ist der "Lufthunderter" auf rund 300 Streckenkilometern (vor allem rund um Linz und Graz sowie im Inntal) anwendbar und sorgt bei den Autofahrern nicht gerade für überschäumende Freude.

Auf 300 Kilometern im hochrangigen Straßennetz können Tempolimits aufgrund des IG-L verhängt werden

Foto: BMNT/Franz Wittmann  

Neben Ausnahmen zu Tempolimits kann sich die Ministerin weitere Maßnahmen zur Forcierung der E-Mobilität vorstellen. Dazu zählen das Gratis-Parken oder die Benutzung von Busspuren ebenso wie der Ausbau der Ladeinfrastruktur. (ags)