18.04.2018
15-Jahr-Jubiläum

Mehrphasen-Führerscheinausbildung in Österreich hat sich bewährt

71 % weniger Todesfälle bei jungen Pkw-Lenkern, 31 % weniger bei jungen Zweirad-Enthusiasten: Das sind die erfreulichen Zahlen, für die auch die vor 15 Jahren eingeführte mehrstufige Führerscheinausbildung mitverantwortlich zeichnet.

In einer eigens in Auftrag gegeben Studie untermauert der ÖAMTC die positiven Erfahrungen aus 15 Jahren. „Wir haben für diese Studie 4.500 Teilnehmer von Mehrphasentrainings der ÖAMTC Fahrtechnik befragt. Im Rahmen eines Runden Tisches mit Experten des Verkehrsministeriums wurde zudem vereinbart, weitere Evaluierungen der Mehrphasen-Ausbildung in Auftrag zu geben. So kann zukünftig ein hoher Standard der Trainings und der zweiten Ausbildungsphase gewährleistet werden“, erklärt ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold.

Absolventen von Pkw-Trainings hätten in der Befragung am häufigsten angegeben, nach den speziellen Fahrsicherheitskursen sicherer und vorausschauender zu fahren, mehr Abstand zu halten und besser bremsen zu können. Zweiradfahrer verfügen laut eigener Einschätzung nach Absolvierung der Trainingseinheiten über eine bessere Kurventechnik, eine allgemein sicherere Fahrweise sowie eine bessere Blicktechnik. „Diese Selbsteinschätzung der Führerscheinneulinge deckt sich mit den Beobachtungen unserer Instruktoren“, so Schmerold. Besonders hervorzuheben ist hier die Leistungssteigerung beim Bremsen von Pkw-Lenkern. Zu Beginn des Trainings war nur jeder zweite männliche Fahrer und nur jede fünfte Lenkerin in der Lage, eine Notbremsung durchzuführen. Am Ende konnten das neun von zehn Teilnehmern. (ags)