08.02.2018
Steuereinnahmen 2017

Der Autofahrer als "Systemerhalter"

2017 sind die Steuereinnahmen aus der Mineralölsteuer (MöSt), Normverbrauchsabgabe (NoVA) und motorbezogenen Versicherungssteuer auf 7,3 Milliarden Euro geklettert. Gegenüber 2016 flossen somit 315 Millionen Euro mehr ins Bundesbudget, rechnet der ÖAMTC vor.

Ergänzt man diese 7,3 Milliarden Euro noch um die Einnahmen aus den Vignettenerlösen, Umsatzsteuern, Parkgebühren etc., so geben die Autofahrer jährlich etwa 13,5 Milliarden Euro an das Bundesbudget und die Asfinag ab. Drei Viertel dieser Summe steuert übrigens der Pkw-Verkehr bei.

Bei der motorbezogenenen Versicherungssteuer gab es von 2016 auf 2017 eine Steigerung von 6,2 % (plus 140 Millionen Euro), bei der NoVA (plus 52 Millionen Euro) waren es 12,4 %. Das Plus bei den MöSt-Einnahmen betrug 2,9 % (plus 124 Millionen Euro). Gerade hier zeigt sich, dass der Benzinverbrauch - trotz höherer Zulassungen von Fahrzeugen mit Benzinmotor - im Jahr 2017 unverändert geblieben ist. Der Dieselverbraucht hat hingegen um 3,4 % zugelegt. "Generell sind Diesel-Pkw nur für rund ein Drittel des Gesamtverbrauchs an Diesel verantwortlich. Der überwiegende Teil wird von Nutzfahrzeugen verbraucht, und hier zur Hälfte vom sogenannten Tanktourismus", hält ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Nikola Junick fest. (ags)

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