20.07.2018
Forderung der Kfz-Betriebe

Ausländische Versicherungen sollten "österreichische Standards" respektieren

Neue europäische Versicherer entdecken zusehends den österreichischen Markt. Aufgrund der Preispolitik sind diese neuen Anbieter zwar für Polizzennehmer interessant, oftmals werden aber die nicht die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden und Kfz-Betriebe erfüllt.

Bis dato konnte sich der Kunde im Schadensfall auf eine schnelle Abwicklung verlassen, da die Zusammenarbeit zwischen in Österreich ansässigen Versicherungen und den Kfz-Betrieben überwiegend kooperativ und kundenorientiert ist. Seit kurzem versuchen europäische Versicherungen, mit radikalen Marketingmaßnahmen im heimischen Versicherungsgeschäft Fuß zu fassen. Diese würde sich aber oftmals nicht an die Usancen, beispielsweise die schnelle Abwicklung von Schadensfällen, halten. So könne es durchaus passieren, dass die Erledigungsfrist, als Beispiel wird ein kroatischer Anbieter genannt, mit 90 Tagen Wartezeit verbunden sein kann.

Droht Gefahr für die hierzulande gelebte Praxis
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"Es geht um mehr als den Preis. Es geht um erstklassiges Service, rasche Abwicklung und Kundenzufriedenheit. Das ist es, was der österreichische Fahrzeughandel gemeinsam mit Versicherungen seit jeher bietet. So werden Standards gesetzt und an die sollten sich alle Anbieter am österreichischen Markt halten. Gerade in einer Zeit des digitalen Wandels ist hochklassiges Service auch für Kfz-Betriebe lebensnotwendig", hält Komm.-Rat Burkhard Ernst, Landesgremialobmann Fahrzeughandel in der Wirtschaftskammer Österreich, dazu fest. (ags)